Beratungsstelle für Opfer von Diskriminierung und rechter Gewalt
Themen und
Aktivitäten

- Eine Frau wird an einem öffentlichen Ort beschimpft, weil sie ein Kopftuch trägt.
- Eine Räumlickeit steht entgegen alter Gepflogenheit für „orientalische Feste“ plötzlich nicht mehr zur Verfügung.
- Einer Verkäuferin wird von der Geschäftsleitung untersagt mit türkischsprachigen Kunden Türkisch zu sprechen, während bei der Bewerbung Englisch und Französisch als Fremdsprachenkenntnisse erwünscht waren.
- Eine Migrantenfamilie erhält Drohbriefe mit rechtsextremistischen Parolen; kurze Zeit danach werden Fensterscheiben ihres Hauses eingeschlagen.
- Ein Obdachloser wird vor einer Imbissbude von rechtextremen Jugendlichen zusammengeschlagen.
Haben Sie eine oder mehrere Erfahrungen dieser Art gemacht?
Wurden Sie  - wegen Ihres Aussehens, Ihrer Art zu sprechen, Ihrer Lebensweise, Ihrer Gewohnheiten, Ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe - ausgegrenzt, angefeindet, benachteiligt, belästigt, beleidigt, bedroht, erniedrigt, gemobbt, genötigt, stigmatisiert oder angegriffen?
Die Beratungsstelle für Opfer von Diskriminierung und rechter Gewalt bietet Ihnen in solchen Fällen Unterstützung an.
Das neue Beratungsangebot ist - nach den Vorgaben des Bundesprorgramms „kompetent. für Demokratie – Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus“ – anlassbezogen, bedarfsorientiert und zielgruppen­übergreifend konzipiert. Es richtet sich saarlandweit an Menschen oder Gruppen, die von Diskriminierungen und Übergriffen mit rassistischem bzw. rechtsextremistischen Hintergrund betroffen sind. Es geht dabei sowohl um Fremdenfeindlichkeit, als auch um Gewalt- und Ausgrenzungerfahrungen wegen der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters, des Geschlechts, der sexuellen Identität oder der Zugehörigkeit zu einer sozial benachteiligten Gruppe. Die Bandbreite der Beratungsanlässe reicht von

  • vereinzelten diskriminierenden Äußerungen oder Handlungen über
  • komplexere Problemlagen oder Mehrfachdiskriminierungen bis zu
  • gewalttätigen rechtsextremen Übergriffen und deren Folgeproblemen.

Die Beratungsstelle ist – ebenso wie die Landeskoordinierungsstelle  - im  Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport angesiedelt. Die Einzelfallberatung führt eine Juristin mit interdisziplinären und interkulturellen Fachkenntnissen durch. Angeboten wird insbesondere:
- Direkte, kostenlose und unbürokratische Beratung vor Ort
- Klärung der Problemsituation und des Handlungsbedarfs
- Kompetente Darstellung der rechtlichen Möglichkeiten im konkreten Fall
- Begleitung zu Behörden, Polizei, Rechtsanwälten, Gerichten und Ärzten
- Hilfe bei der Formulierung von Anträgen und dem Verfassen von Schreiben
- Kooperation mit anderen Beratungsstellen
- Vermittlung weitergehender Hilfen

Kontakt

Beratungsstelle für Opfer von Diskriminierung und rechter Gewalt
Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport
Präsident-Baltz-Straße 5, 4. OG, Zimmer 433
66119 Saarbrücken
Christina Giannoulis
Tel: 0681/5015030 und 01578/6559912

c.giannoulis@arbeit.saarland.de

www.kompetent-fuer-demokratie.de/saarland_52.html